Qualifizierung

und Wirkung

Wirkungsbuchung Qualität

Qualitätsbildend

Nehmen wir einen solchen unternehmerischen Prozess, der bislang als Wert nicht Eingang in die Buchhaltung gefunden hat, etwa die Qualifizierung eines Mitarbeiters. Der Mitarbeiter äußert beim jährlichen Mitarbeitergespräch den Wunsch, dass er ein berufsbegleitendes Studium in Angriff nehmen möchte. So möchte er sich für das Unternehmen besser qualifizieren. Dieses Studium dauert drei Jahre und kostet insgesamt 15.000 €. Beide Parteien einigen sich darauf, dass die Kosten zu gleichen Teilen getragen werden.

Regulär würde nun die Buchhaltung jährlich 2.500 € als Ausgaben für Weiterbildung verbuchen. Die eigentliche Wertschöpfung, nämlich die Steigerung von Humankapital, wird nicht erfasst. Schon während des Studiums wird der Mitarbeiter sein gewonnenes Wissen in das Unternehmen einbringen. Die zielführende Frage ist, in wieweit dem Unternehmen nach drei Jahren ein neuer Wert entstanden sein wird?

Sinnlos gebuchte Weiterbildungsmaßnahmen ohne „Impact“ meiden gute Unternehmen. In unserem Beispiel qualifiziert sich der Mitarbeiter zusätzlich zu seiner Fachkompetenz als Ingenieur im Qualitätswesen. Die dafür aufzuwendenden 7.500 € werden zwar als Ausgabe verbucht. Allerdings steigert die Ausgabe den Wert für das Unternehmen ebenfalls wie eine Einnahme in der Zukunft. So könnte der Buchungssatz auf die nächsten 10 Jahre beispielsweise 5.000,- € als Einnahmen lauten. Dies entstanden durch reale Verbesserungen von Produkten durch Qualitätszirkel unter seiner Leitung. Dies bedeutet natürlich, dass in den folgenden 10 Jahren jährlich gemessen werden muss, wie hoch die Erlöse ausgefallen sind. Außerdem muss nachgewiesen werden, ob dies mit der Arbeit des Mitarbeiters in Beziehung gebracht werden kann. Die Buchung würde als Forderung an die Zukunft das Anlagevermögen aktiv erhöhen. Sollten die getroffenen Annahmen nicht eintreten, müssten die Forderungen auf der Aktivseite wieder abgeschrieben werden, damit keine falsche Bilanzierung entsteht.