Risiko

und Gefahren

Risiken

 Risiko von Unternehmen und sozialen Organisationen

Wer konfrontiert sich schon gerne freiwillig mit einer Bedrohung oder einem Risiko? Aber wir wissen auch, dass Angst vor dem Risiko oder der Bedrohung nicht schwindet, indem wir sie meiden. Im Gegenteil. Indem wir uns ihr stellen mit größtmöglichem Bewusstsein und mutigem Hinschauen wird sie kleiner oder sie löst sich sogar auf.

Größere Firmen verfügen meist über ein Risikomanagement. In diesem Bereich werden alle Indikatoren möglicher Risiken registriert und analysiert. Unter systematischem Einsatz vielfältiger Instrumente werden von ausgewiesenen Experten Risiken relativiert, minimiert und bestenfalls ausgemerzt. Die Art und Priorität der Risiken ist von Unternehmensform zu Unternehmensform, von Industriezweig zu Industriezweig oder von Angebotsspektrum zu Angebotsspektrum des Unternehmens sehr unterschiedlich. Es lässt sich kaum auf einen Nenner bringen. Kleinere und viele mittelständische Unternehmen verfügen in der Regel über kein systematisiertes Risk Management.

Notwendig ist es darum, Risiken, die bislang nicht beachtet wurden, in die Bücher zu bekommen. Und zwar vor allem die, die eine große Handlungsnotwendigkeit haben. Grundsatz ist hier das Vollständigkeitsgebot (§ 239 HGB: Alle erforderlichen Aufzeichnungen müssen vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet vorgenommen werden). Mit Vollständigkeit sind auch die Risiken und der Verderb gemeint. Für die Wertebilanz bedeutet es, wie und in welcher Form diese Risiken ihren Niederschlag finden und korrekt gebucht werden. Risiken sollen in einen entsprechend erweiterten Kontenplan dokumentiert werden. Erst so können Aufwendungen für deren Beseitigung verbucht werden. Zudem gilt es, drei Kategorien zu unterscheiden.

Absicherung von Risiken, Behebung von durch das Unternehmen zu verantwortenden Schäden und Zerstörung, verursacht durch das Unternehmen. Zur Absicherung von allgemeinen Risiken und zur Beseitigung von möglichen Schäden muss das Unternehmen Rücklagen bilden. Diese werden aufgelöst im Falle des Eintritts des unternehmensverursachten Schadens. Für das Risiko der Zerstörung oder Verderb bedarf es der Bildung von Rückstellungen. Hier bedürfte es eines Forschungsprojektes, das die möglichen Schäden und Risiken von Zerstörung, die ein Unternehmen zu verantworten hätte, erforscht: Schäden an menschlichen und natürlichen Ressourcen und natürlich der Gesellschaft/Staat. Die Buchung macht das Risiko transparent.

In sozialen Unternehmen finden wir andere Arten von Risiken.

Die Gewichtung liegt weniger auf der natürlichen Ressource als vielmehr auf dem Human- und Sozialkapital. Hier spielen kulturelle und soziale Werte eine dominante Rolle. Risiken für ein soziales Unternehmen, die bislang nicht bilanziert wurden, sind zum Bespiel: Mangelnde Qualifikation von Mitarbeitern, mögliche Schäden aus Vernachlässigung von Pflichten der Vorstände, größere Abgänge von Schülern und Mangel an pädagogischen (Nachwuchs-)Kräften.

Zur Vermeidung von möglichen oder faktischen Schäden müssen Erträge erwirtschaftet werden, damit diese in Abschreibungen, Rücklagen oder Rückstellungen fließen können. Das vermindert die Ertragslage und spiegelt den tatsächlichen Zustand des Unternehmens wider.

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